Westlich von Köln, Erft ist linker Nebenfluß des Rheins.
Größter Braunkohle-Tagebau der Welt. Daneben Ackerbau (Zuckerrüben),
vielerlei Industrie. In Erftstadt Schloß Gymnich. Schloß Augustusburg
in Brühl.
Geschichte:
Klostergründung im Mittelalter; Ritterburgen. Die heutigen Schlösser
gehören zum Spätbarock und Rokoko. Der Kohletagebau begann um
1900.
Weiteres:
Neben mehreren Schlössern großes Freizeit- und Abenteuergebiet
in "Phantasialand", Erholungsgebiet Ville. In Bergheim Pfarrkirche St.
Remigius.
Am Rhein südlich von Köln. Universitätsstadt (1818).
Von 1949-1999 vorläufige Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland
(zunächst West); in der Zeit verdreifachte sich die Einwohnerzahl.
Eingliederung von Bad Godesberg und Beuel. Währenddessen Parlaments-
und Regierungsstadt Sitz von Bundesbehörden, Verbänden und Organisationen.
Geschichte:
Um 1.000 v.Chr. erwähnt, 50. n. Chr. römisches Kastell "Castra
Bonnensis". Seitdem wechselvolle Besitznahmen: Bataver (70 n.Chr.), Normannen
(881), Franken (4. Jh.), 1273-1794 Residenz der Erzbischöfe von Köln.
Französische Besetzung (1794-1815), danach preußisch. Ludwig
van Beethoven (geb. 1770), Ernst Moritz Arndt (gest.1860).
Weiteres:
Romanisches Münster St. Martin (11. Jh.), Kurfürstliche Residenz,
Rathaus (1737, Barock), Bundeshaus, Villa Hammerschmidt, Palais Schaumburg.
Freizeitpark Rheinaue, Venusberg.
406.000, Wattenscheid ist seit 1975 Stadtteil von Bochum; mehr evangelisch.
Lage/Leistung:
Industriestadt inmitten des Ruhrgebietes. Hügelland zwischen Emscher
und Ruhr. Steinkohlelager. Elektro- und Autoindustrie, Bergbau. 1965 Ruhr-Universität.
Geschichte:
1041 erstmals erwähnt, 1293 Grafschaft Mark, 1321 Stadtrechte.
1609-1666 zu Brandenburg. Bis zur Entdeckung der Steinkohlelager Mitte
19. Jh. Ackerbürgerstadt.
Weiteres:
Kulturzentrum des Ruhrgebietes, Propsteikirche, Aquadrom, Bergbaumuseum,
Planetarium.
Grenzkreis zu den Niederlanden im nördlichen Ruhrgebiet. Viel
Grünland (Milchwirtschaft) mit Naturschutzgebiet. Kohle- und Ölvorkommen,
Textilindustrie.
Geschichte:
1411 Wasserburg Gemen, Schloß Ahaus (1689).
Weiteres:
Rathaus und Georgskirche in Bocholt. Schloß Raesfeld (17. Jh.).
Lunapark Borken.
Am nördlichen Rand des Ruhrbebiets am Rhein-Herne-Kanal gelegenes
Tor zum Münsterland. Bergbau, Industrie-, Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe.
Geschichte:
1150 erste Erwähnung. 1423 Marktrecht. Mit dem Steinkohlebergbau
in der 2. Hälfte des 19. Jhs. wuchsen die Bauernschaften der Landgemeinde
zur Stadt; 1919 Stadtrecht.
Weiteres:
Über 60 % Grünflächenanteil. Im Museumszentrum Quadrat
eine der größten eiszeitlichen Sammlungen Europas. Freizeitmöglichkeiten,
Segelflugplatz.
16.750 Brake/Unterweser, 92.000 (Kreis), meist evangelisch; 113 E/km².
Lage/Leistung:
An Westufer der Unterweser im Marschgebiet Butjadingen gelegen, das
150 km Deich hat. Weideland, Fischereibetriebe und Badeorte. Im Seehafen
Nordenham Schiffswerft und Flugzeugindustrie. Windkraftanlagen.
Geschichte:
Altes Siedlungsgebiet. Um 1400 die Vitalienbrüder (Freibeuter in
Nord- und Ostsee, Störtebeker). Brake ist eine oldenburgische Hafenstadt,
die lange mit Bremen konkurrierte.
Weiteres:
Schiffahrtmuseum, Krabbenkutter-Regatta in Fedderwardersiel.
Westlich von Potsdam an der unteren Havel. Überwiegend metallerzeugende
und -verarbeitende sowie Lebensmittelindustrie, Werft.
Geschichte:
928 eroberte Heinrich I. slawische Insel "Brennabor". Im 12. Jh. entwickelten
sich neben der Dominsel zwei Städte mit Handels-, Münz- und Zollrecht,
die später vereinigt wurden. Kolonisten wanderten ein, u.a. Holländer.
Blütezeit im Mittelalter, seinerzeit Übertragung des Brandenburger
Stadtrechts auf andere Städte, z.B. Spandau und Berlin. Mit Aufstieg
Berlins Übergang von Brandenburg in Preußens Geschichte.
Weiteres:
Dom St. Peter und Paul (1165) mit Böhmischem Altar (1375), Dommuseum
mit "Hungertuch" (1290). St. Katharinenkirche (13. Jh.). Altstädtisches
Rathaus mit Roland. Mittelalterliche Tortürme.