Am Rhein, Hauptstadt des Bundeslandes. Westdeutsches Wirtschafts- und Kulturzentrum sowie Sitz vieler Unternehmensverwaltungen; allein Sitz von 3000 ausländischen Unternehmen und rund 170 Geldinstituten. Die Stadt beherbergt die meisten Japaner Europas. Modemetropole.
Geschichte:
Kaiser Barbarossa errichtete 1184 im heutigen Stadtteil Kaiserswerth eine Pfalz. 1283 Stadtrecht, dennoch blieb es das "Dorf an der Düssel". 1521 Residenz der Herzöge von Kleve. 1815 zu Preußen. 1836 gründete Th. Fliedner in Kaiserswerth die erste Diakonissenanstalt.
Weiteres:
1 km lange Königsallee ("Kö"), Hofgarten, Altstadt mit Marktplatz, Jan-Wellem-Standbild und Radschlägerbrunnen. Lambertus-Basilika. Schloß Benrath. Galopprennbahn und große Golfanlage in der Nähe. Verschiedene Museen.
139.000 Darmstadt, 14.100 Dieburg, 270.500 Kreis Darmstadt-Dieburg,
meist evangelisch; 411 E/km².
Lage/Leistung:
Südlich von Frankfurt/Main, Nähe Rhein-Main-Flughafen. Waldreiches
Gebiet umfaßt nördliches oberrheinisches Tiefland und Vorhöhen
des Odenwaldes (Messeler Höhe). Bergstraße (römische strata
montana) ist Tor zum Odenwald. Obstanbau. Günstige Verkehrslage fördert
Wohndichte, Handel und Industrie (Chemie, Metall, Verlage).
Geschichte:
Darmstadt erstmals im 11. Jh. erwähnt als dem Bistum Würzburg
zugehörig. 1330 Stadtrecht. War lange Beamten- und Garnisonstadt.
Nach Zweitem Weltkrieg entstand das "Viertel der rauchlosen Industrie".
Weiteres:
Luisenplatz mit 39 m hoher Ludwigsäule. Mathildenhöhe mit
Hochzeitsturm (1908), Russisch-orthodoxe Kapelle (1899). Deutsches PEN-Zentrum.
Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. Museum (Jugendstilsammlung).
Jagdschloß Kranichstein. Im Prinz-Georg-Palais die Großherzoglich-Hessische
Porzellansammlung (aus 3 Jhten).
10.100 Lüchow, 8.500 Dannenberg, 50.200 (Kreis), meist evangelisch;
41 E/km².
Lage/Leistung:
An der Elbe im Überschwemmungsgebiet Wendland gelegener östlichster
Teil von Niedersachsen. An der "Fachwerkstraße". Dünn besiedelt.
Landwirtschaft und etwas Industrie. Ehemalige Salzbergbaustöcke. Naturpark
Elbufer-Drawehn.
Geschichte:
Einst Grenze zwischen germanischen und slawischen Volksstämmen.
Lüchow und Dannenberg bekamen Anfang des 13. Jhs. Stadtrecht.
Weiteres:
Rundlingsdörfer, Störche. Amtsturm in Lüchow. Johanniskirche
(14. Jh.).
13.300 Bad Doberan, 93.300 (Kreis), meist evangelisch; 69 E/km².
Lage/Leistung:
An der Ostsee in der Mecklenburger Bucht, umgibt Rostock. Sandige Lehmböden,
Getreideanbau und Viehzucht. Ortsteil Heiligendamm ist ältestes deutsches
Seebad (1793). In Graal-Müritz Seeheilbad. In Petersdorf Überseehafen.
Geschichte:
1171 Zisterzienserkloster in Doberan, 1552 aufgehoben. Im 18. Jh. Sommerresidenz
der Mecklenburgischen Herzöge. Seit 1825 Eisenmoorbad. 1807 erste
Pferderennbahn auf dem Kontinent. 1879 Stadtrecht. Ostseebad Kühlungsborn
.
Weiteres:
In Bad Doberan gotisches Backsteinbaumünster, das reichhaltig
ausgestattet ist, u.a. 12 m hohes Sakraments- und Beinhaus. Reste vom Kloster.
Im Kamp (ein Park, in dem Pilger "kampierten") u.a. zwei chinesische Pavillons.
Im Talkessel der oberen Elbe liegt im Osten Sachsens "Elbflorenz".
Hauptstadt des Bundeslandes. Weltberühmt durch Bauwerke und Kunstsammlungen.
Landschaftlich schöne Umgebung. Neben vielfältiger besonders
Elektro-, Maschinenbau- und Flugzeugindustrie. Verschiedene Forschungsstellen.
Geschichte:
Zu Füßen einer Sorbensiedlung "Drjezdzany" (=Sumpfwaldleute)
auf dem Taschenberg am Elbübergang entwickelte sich die mittelalterliche
Handelsstadt (1206 erwähnt). 1275 Elbbrücke bezeugt. Danach Zusammenwachsen
von Alt- und Neustadt. 1485 Residenz der wettinischen Herzöge. Unter
Kurfürst Friedrich August I. (der Starke) hohe Prachtentfaltung. Anziehungspunkt
für Kunst und Kultur. Februar 1945 besonders schwere Luftangriffe,
wobei viele Menschen (auch Flüchtlinge) umkamen. Mühsamer Wiederaufbau.
Weiteres:
Zwinger (höfischer Barockbau, 1711 von Daniel Pöppelmann,
116 x 107 m), Nymphenbad, Porzellansammlung, Gemäldegalerie Alte Meister
und Neue Meister. Im Grünen Gewölbe größte deutsche
Preziosensammlung. Historisches Museum, Mathematisch-physikalischer Salon.
Semperoper (1869, Staatsoper), Brühlsche Terrasse. Frauenkirche (1726,
wird wieder aufgebaut), Kreuzkirche mit Kreuzchor. Hofkirche 1738, jetzt
als Bischofssitz Kathedrale), Silbermannorgel. Gewandhaus. Fürstenzug
(102 m lange Porzellankachel-Malerei). Großer Garten. Elbschlösser,
u.a. Pillnitz. Brücke "Blaues Wunder" (1893), "Goldener Reiter" auf
Neumarkt. In der Umgebung Wasserschloß Moritzburg (1542) mit Gedenkstätte
für Käthe Kollwitz.
An der Mündung der Mulde in die Elbe; Biospärenreservat.
Alte Handelsstraße Leipzig-Magdeburg, dadurch wirtschaftliche und
kulturelle Bedeutung. Hafen.
Geschichte:
Wendisches Fischerdorf wurde im 12. Jh. zum Marktflecken ausgebaut,
1269 Stadt. 1447 Residenz von Anhalt-Dessau. Seitdem Adelspaläste
und Anziehung von Kunst und Kultur. 1925 Bauhaus.
Weiteres:
Bauhaus-Gebäude. Rathaus (1899), Schloß (Residenz des "Alten
Dessauers"), Parks und Schlösser: Georgium (1781) und Mosigkau (Gemäldegalerien),
Luisium.
32.000 (Stadt), 110.600 (Kreis), meist katholisch; 128 E/km².
Lage/Leistung:
An der Donau an der "Pforte zum Bayerischen Wald". Naturschutzgebiet Isarmündung. Donauhafen, Textil- und Eisenindustrie.
Geschichte:
Im 8. Jh. aus Babenberger Siedlung entstanden, seit 1242 Wittelsbacherstadt, 1316 Stadtrecht. Seit 1157 Benediktinerabtei.
Weiteres:
Rathaus (1535) mit Stadtturm, Markt mit zwei Brunnen, Klosterkirche. In Metten berühmte Bibliothek. Heilig-Geist-Stiftsschenke. Im Landkreis Wander-und andere Sportmöglichkeiten.
18.000 Dingolfing, 12.700 Landau a.d. Isar, 83.600 Kreis Dingolfing-Landau,
meist katholisch; 95 E/km².
Lage/Leistung:
In Niederbayern im Aitrach-, Isar- und Vilstal. Handel, Handwerk, Landwirtschaft,
Textil- und Holzverarbeitungsindustrie. Fremdenverkehr.
Geschichte:
Um 770 erstmals erwähnt, Dingolfing war bajuwarischer Hauptort. 1251
Wittelsbacher Burg. 1274 Stadtrecht, Landau 1224.
Weiteres:
In Dingolfing Stadtpfarrkirche St. Johannes (1467); Herzogsburg. In
Landau Wallfahrtskirche (1698) über einer natürlichen Grotte.
Bei Usterling ein "wachsender Felsen".
"Hier in Köln ist die Religiösität unter Taxifahrern weit verbreitet. Ich höre immer öfter den Satz: 'Ich glaube, ich weiß, wo das ist.'" (Harald Schmidt)