Hauptstadt des Bundeslandes, Verkehrsknotenpunkt an der Mündung
vom Main in den Rhein. Vielerlei Industrie und Handel. Universität
(1477). Fernsehsender. Im Landkreis Weinanbau. Bei Bingen mündet die
Nahe im Rhein.
Geschichte:
Römerzeit (Mogontiacum) von 38 v.Chr. bis 400 n.Chr., danach fränkisch.
Seit jener Zeit Bischofssitz, später Primas Germaniae (Erzkanzler
des Reiches im Kurfürstenrang). Erzbistum erstreckte sich nach Norden
bis Verden, nach Osten bis Prag. Prachtentfaltung in der Stadt. Erfindung
des Buchdruckes mit beweglichen Lettern (Joh. Gutenberg 1398-1468). Kirchengüter
1803 säkularisiert und aufgeteilt.
Weiteres:
Dom (975), Stephankirche (um 1000 Gebetsort des Reiches; Chagallfenster),
Christuskirche (Ende 19. Jh.). Ertaler und Schönborner Hof. In Bingen
Burg Klopp und dort mitten im Rhein der Mäuseturm (1208). In Oppenheim
wirkte Matthias Merian d.Ä. (1617-20). Mainz ist Karnevalshochburg.
21.900 Waren, 6.800 Röbel, 8.000 Malchow, 71.000 (Kreis), meist
evangelisch; 41 E/km².
Lage/Leistung:
Müritzsee ist zweitgrößter See Deutschlands mit 115,3
km² ("Müritz" slawisch = kleines Meer). Erholungsgebiet und Kurorte.
Holz- Nahrungsmittelindustrie. Müritz-Nationalpark.
Geschichte:
Waren um 1260 aus slawischer Siedlung gegründet. Seit Mitte des
19. Jhs. Kurbetrieb. Röbel: 13. Jh. eine Burg, 1261 Schweriner Recht.
Weiteres:
In Waren Georgskirche (Backstein-Basilika vom 1300), Dorfkirche Rambow.
In Röbel Stadtmauerreste, Marien- und Nikolaikirche (13. Jh.). Malchow
am Fleesensee.