Hier finden Sie Tipps, Tricks und Checklisten zum Gebrauchtwagenkauf.
Wahlweise können Sie die Tipps und Tricks auch im RTF-Format
auf Ihren Rechner herunterladen.
Die günstigsten Angebote auf dem Gebrauchtwagenmarkt
finden Sie im Herbst, weil dann bereits die fabrikneuen Modelle beim
Händler stehen.
Falls Sie beim Kauf eines Cabriolets sparen wollen, sollten Sie im
Herbst oder Winter zuschlagen. Ebenfalls lohnt es sich, im Hochsommer
mit dem Verkäufer eines Autos ohne Klimaanlage zu verhandeln.
Will der Verkäufer eilig verkaufen, oder hat er sein Fahrzeug schon
mehrmals inseriert, sollten Sie versuchen, einen Preisnachlass auszuhandeln.
Bargeld lockt. Fast jeder Verkäufer lässt sich auf einen Preisnachlass
ein, wenn Sie als Barzahler auftreten.
Soviel zu den Spartipps. Doch bevor Sie sich jetzt auf die Suche machen,
gibt es noch ein paar wichtige Fragen, die Sie sich stellen sollten.
Autokauf mittels Ratenkredit
Die Kreditkonditionen bei den einzelnen Geldinstituten sind recht
unterschiedlich und deswegen ist ein Vergleich unbedingt sinnvoll.
Bei einer Kreditsumme von 20.000 DM und einer vierjährigen Laufzeit
kann der Zinsunterschied zwischen den Angeboten der verschiedenen
Kreditinstitute schnell bis zu 2.000 DM betragen.
Wie viel Auto möchten Sie für Ihr Geld bekommen?
Informieren Sie sich über den Marktpreis. Erkundigen Sie sich über
Steuer, Zulassungsgebühren (Verkehrsamt) und Versicherungsprämien.
Wie zuverlässig ist Ihr zukünftiger Gebrauchter?
Organisationen wie TÜV, DEKRA, ADAC u.a. führen Statistiken über Zuverlässigkeit,
Mängel- und Pannenhäufigkeit aller gängigen Modelle.
Achten Sie auf Art und Umfang von Garantien.
Was sollten Sie bei der Auto-Besichtigung beachten?
Lassen Sie ab einem Kfz-Kaufpreis von 10.000 DM ein unabhängiges Gutachten
erstellen. Besichtigen und kaufen Sie nie ein Fahrzeug ohne Zeugen.
Schauen Sie sich das Fahrzeug immer im Freien und bei Tageslicht an.
Bestehen Sie auf eine Probefahrt.
Diese Fragen wären geklärt. Jetzt kommt es darauf an, dass der Verkäufer
hält, was er verspricht. Deshalb checken Sie Ihren zukünftigen
Wagen vom Dach bis zu den Reifen.
Checkliste Technik und Karosserie
Schauen Sie Ihrem Zukünftigen unter die Haube
Fahrzeuge auf eventuelle Unfallschäden überprüfen (Lackabweichungen,
Schweißnähte):
Unterschiedliche Spaltmaße in Türen, Kofferraumklappe oder Motorhaube
könnten von einem Unfall stammen.
Unterschiede in der Farbstruktur (Motorhaube hat andere Farbe als
Kotflügel) weisen auf eine Nachlackierung hin (Unfall !!).
Entdecken Sie frisch reparierte Unfallschäden, auf die der Verkäufer
nicht von selbst hinweist, lassen Sie besser die Finger von dem Fahrzeug.
Allgemeine Prüfung auf Durchrostung durchführen:
* Unterboden
* Kotflügel
* Radkasten
* Kofferraum
* Reserveradmulde
* Türen
* Innenraum unter Fußmatten
* Front- und Heckpartie
Zustand der Bereifung überprüfen (Profiltiefe, einseitige Abnutzung):
* Die Reifen sollten mindestens noch ein Profil von vier Millimetern
aufweisen.
* Ungleichmäßig abgefahrene Reifen zeigen, dass der Reifen einen falschen
Luftdruck hatte, oder die Spur der Achse verstellt war (mangelhafte
Wartung oder Unfall).
Motor, Getriebe und Hinterachse von einem Fachmann auf Undichtigkeit
prüfen lassen.
Sichtkontrolle der Kühlflüssigkeit (auf Ölverschmutzung und Füllmenge
achten).
Überprüfung der Glasscheiben:
* Kratzer, Haarrisse oder Löcher durch Steinschläge in den Scheiben
oder Scheinwerfern?
Überprüfung der Stoßdämpfer:
* Nach über 80.000 km immer noch keine neuen Stoßdämpfer?
* Probefahrt: Schlingert der Wagen, ist der Bremsweg zu lang?
* Im Zweifel: Stoßdämpfertest beim Fachmann.
Prüfung bestanden? Dann haben Sie grünes Licht für eine Probefahrt.
Damit Sie nicht ins Schleudern kommen, haben wir auch dafür eine Checkliste
zusammengestellt.
Check Probefahrt
Stellen Sie Ihren Favoriten auf die Probe
Lassen sich die Sitze einwandfrei verstellen? Rollen die Sicherheitsgurte
einwandfrei auf? Sind die Gurte verschlissen?
Starten Sie den Motor und probieren Sie alle Funktionen aus
* Scheibenwischer
* Heizung
* Gebläse
* ggfs. elektrische Spiegelverstellung und Fensterheber
* Licht
* Hupe
Der Motor sollte im kalten Zustand problemlos anspringen und im Leerlauf
rund und ohne auffällige Geräusche laufen.
Achten Sie bei der Probefahrt auf ungewöhnliche Geräusche des Fahrzeugs
(Motor, Getriebe, Auspuff). Öffnen Sie das Seitenfenster. schalten
Sie das Radio aus.
Geben Sie dem Lenkrad auf einer wenig befahrenen Straße Spielraum
und kontrollieren Sie, ob der Wagen gut in der Spur bleibt oder nach
links/rechts ausbricht. Das Lenkrad sollte während der Fahrt nicht
vibrieren (Räder schlecht gewuchtet oder Spur verstellt).
Fahren Sie sowohl bei langsamer als auch bei schneller Geschwindigkeit
(Autobahn). Versuchen Sie zu beschleunigen, der Wagen muss die Höchstgeschwindigkeit
(siehe Kfz-Schein) auf ebener Straße problemlos erreichen.
Machen Sie Bremsversuche und beobachten Sie, ob der Wagen gut in der
Spur bleibt. Die Bremsen müssen spätestens nach halbem Pedalweg gleichmäßig
ansprechen. Muss man pumpen, um Bremskraft zu erhalten, ist wahrscheinlich
Luft in der Bremsanlage (schlecht gewartet).
Prüfen Sie die Handbremse am Hang.
Wenn Sie mit der Probefahrt zufrieden sind, steht dem Kauf nichts
mehr im Wege. Was Sie bei Vertragsabschluss, Versicherung und Zulassung
berücksichtigen sollten, haben wir für Sie auf einer Extra-Seite
zusammengestellt. Dort finden Sie auch Kaufverträge zum Herunterladen.
"Wer dann lustvoll das Gaspedal plättet, der wird ab 5000 Touren von hinten angeschrien: 'Ja, mach weiter bis 7000, ich will getreten werden!'" (Auto Bild)